Totenkopfjacke auf dem Tempelhofer Feld

Für die diesmonatige #Naehdirwas-Aktion habe ich mir mal eine Jacke ausgedacht. Jacken waren mein Lieblingsthema während des Modedesignstudiums, auch wenn sie eines der schwersten Kleidungsstücke sind die man nähen kann. Und um das wunderschöne Wetter letztes Wochenende auszunutzen haben wir einen Ausflug auf das Tempelhofer Feld gemacht. Gibt es sonst in einer Großstadt mittendrin einen ehemaligen Flugplatz der nun für die Öffentlichkeit offen ist? So viel ich weiß ist das ein Novum. Und wir Berliner haben uns erfolgreich gegen eine Bebauung des Areals gewehrt. Und obwohl wirklich viele Menschen auf dem Gelände an dem Tag da waren verläuft sich das auf diesem riesigen Feld.

Zurück zu der Jacke: ich habe es mir bei der Jacke nicht einfacher gemacht, sie hat Taschen, Reißverschlüsse, einen selbstgemachten Gürtel, ist komplett gefüttert und hat passend zum Thema „Patch it up“ einen großen Aufnäher in Form eines Totenkopfes auf der Rückseite. UND: jetzt kommt das Highlight der Jacke, etwas das sie rockig macht! Aufgenähte Gitarrenpicks! Im Großpack mal in den USA gekauft, mit einem Feinbohrer durchbohrt und auf die Jacke aufgenäht. Der Stoff ist ein bundeswehrgrüner Gabardine, schön robust und pflegeleicht aus 100% Baumwolle. Gefüttert habe ich die Jacke mit einem Blumenprint aus den 80er den meine Mutter noch hatte. Das Blumenmuster nimmt auch wieder die Strenge des Totenkopfes –  ein bisschen wenigstens. Und man sieht es nur wenn man die Jacke auszieht, so versteckte Details mag ich besonders. An einem Ärmel sind 2 Reissverschlußtaschen eingenäht, eine Blasebalgtasche sitzt auf der rechten Brust und dann sind da noch eine Pattentasche und eine aufgesetzte Tasche an der Jacke, ihr seht also ich habe keine Mühen gescheut und auch ein paar Mal beim Nähen geflucht, vor allem bei der Verarbeitung des Futters: Denn auch einen Rückenschlitz hat die Jacke natürlich und um den professionell mit dem Futter zu schließen musste ich doch mal in meine alten Aufzeichnungen aus dem Studium reinschauen. Aber hat am Schluß noch geklappt, das Nähen ist schließlich wie Fahrradfahren: wen man es einmal richtig gelernt hat verlernt man es nie wieder!

Und nun zum Tempelhofer Feld: es lohnt sich einen sonnigen Tag hier zu verbringen, es gibt Plätze auf denen man noch grillen darf. Man kann den Kitern zuschauen und den Modellflugzeugfliegern. Man kann der Feldlerche beim Singen zuhören und nett spazieren gehen, oder man kommt mit dem Fahrrad, den Inlineskates oder dem Skateboard. Man hat hier so viel Platz und wo findet man in einer Stadt schon so viel Raum um seinem Lieblingssport nachzugehen. Also ein Ausflug dorthin ist wirklich lohnenswert:-)

Und im Bezug auf Patches: kurz bevor, aber am selben Tag, an dem ich das Thema für Mai erfahren habe („Patch it up“) habe ich auf dem Mauerpark-Flohmarkt ein paar Patches gekauft und ein Bild von ihnen getwittert @idiminberlin, hat also super gepasst diesen Monat:-)

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Und noch ein kleinen Nachtrag zu meinem Blogshop: ihr habt ihn ausverkauft! Vielen Dank an meine treuen Leser, danke dass ihr da rein geschaut und meine selbstgemachten Sachen gekauft habt. Es kommen bald neue, schöne Dinge rein:-)

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7 Gedanken zu „Totenkopfjacke auf dem Tempelhofer Feld

  1. Alexander sagt:

    Auf dem Tempelhofer Feld bin ich auch oft im Sommer, ist auch wirklich ein einmaliger Platz, die Weite und Größe des Flughafens sieht man ganz gut in deinen Bildern!!! Sehr schön!

  2. Madeleine sagt:

    Das ist ja ne super Jacke ! Respekt, das würde ich nicht hinbekommen:) und tolle Umgebung, nach Berlin muss ich unbedingt auch mal kommen!!!!

  3. Ida sagt:

    Super Jacke, klasse Idee mit den Picks!!!! Das will ich auch mal probieren, die Picks klaue ich einfach von meinem Bruder?

  4. Andrea Karminrot sagt:

    Ich fahre auch immer wieder gerne zum Tempelhofer Feld. Ich finde es auch toll, das sie es bis heute nicht bebaut haben. Obwohl es den Bauherren immer noch in den Fingern juckt.
    Deine Jacke sieht ebenfalls toll aus. Ich trau mich noch nicht mal an die Bluse, die ich mir machen möchte. Hut ab.
    Liebe Grüße
    Andrea

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